Peru Journeys - Peru Reisen, Bolivien Reisen und Ecuador Reisen
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Eindrücke aus Peru und Bolivien
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Peru
Bolivien
Ecuador
 

 

  Bevölkerung  

 

Die Einwohnerzahl Boliviens beträgt ca. 9,1 Millionen. Dabei gehört die Bevölkerung größtenteils den indigenen Völkern an (ca. 72%). Die größten Gruppen bilden hier die Quechua (ca. 30%) und die Aymara (25%). Etwa 28% sind Mestizen. Die übrigen Bewohner des Landes sind Weiße, meist Nachkommen der altspanischen Kolonisten.
Die sehr ärmlichen Verhältnisse, die das enorme Selbstbewusstsein der Inka-Nachfahren stark belasten, bewirken, dass die Leute zwar sehr freundlich und höflich gegenüber Fremden sind, aber doch anfangs etwas zurückhaltend bleiben. Wer aber versucht, ernsthaft mit den Leuten in Kontakt zu kommen und ihnen zeigt, dass er sich für sie und ihr Land interessiert, wird mit einer unglaublichen Liebeswürdigkeit empfangen.
Mittlerweile gibt es aber einen Prozess der Rückbesinnung auf die indigenen Wurzeln und ihrer Kultur. Wurde die Weitergabe der indigenen Sprachen noch vor kurzem unterdrückt, so gibt es seit einigen Jahren ernsthafte Bestrebungen diese Sprachen in Schulen und auch für gewisse Studien als Pflicht- oder wenigstens Freifach vorzuschreiben.

   

  Geografie  

 

Bolivien ist ein Binnenstaat in Südamerika und grenzt im Westen an Peru und Chile, im Süden an Argentinien und Paraguay, im Osten und Norden an Brasilien.
Bolivien wird von zwei großen und weit auseinander liegenden Ketten der Anden durchzogen, deren Höhe bis über 6500 m reicht. Dazwischen liegt das zentrale Hochland, das 3000 bis 4000 m hohe Altiplano. Dieses bis weit in das Nachbarland Peru reichende und im Süden den Nordwesten von Argentinien einschließende Gebiet ist das eigentliche Kernland, in dem rund 80 Prozent aller Bolivianer leben, obwohl es nur etwa ein Drittel der Fläche Boliviens ausmacht. Inmitten des Altiplano liegt der Titicaca-See, der höchstgelegene, kommerziell schiffbare See der Erde. Durch dessen Mitte verläuft die Grenze zum Nachbarland Peru. Am Fuße des Altiplanos liegt die inoffizielle Hauptstadt La Paz, deren hoher Teil (El Alto) im Altiplano liegt. Im südlichen Teil des andinen Hochlandes befinden sich viele eindrucksvolle Salzseen. Mit einer Fläche von 12.000 km² ist der Salar de Uyuni der weltweit der größte Salzsee und auch eine große Sehenswürdigkeit Boliviens.
Im Osten fallen die Anden über die Yungas (Berg- und Nebelwälder mit tief eingeschnittenen Tälern und Schluchten) in das Tiefland ab.
Den flächenmäßig größten Teil Boliviens nimmt das Tiefland in Anspruch. Es lässt sich in drei Zonen gliedern: Im Norden der tropische, undurchdringliche Regenwald Amazoniens, das Sumpfgebiet des Pantanals im Osten und die staubtrockene Dornbuschsavanne und Trockenwälder des Gran Chaco im Südosten.

   

  Klima  

 

Das Klima in Bolivien ist, bedingt durch die enormen Höhenunterschiede, sehr vielfältig.
Auf dem Altiplano, der Hochebene, ist es das ganze Jahr über kühl mit großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Meist hat es tagsüber ca. 25 Grad und nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Regenzeit ist allgemein im Sommer, südwestlich von Potosí ist das Klima aber sehr trocken.
Die Llanos, die Ebenen Südostboliviens haben ein subtropisches Klima mit sehr heißen Sommern (tagsüber 35-40°C) und milden, frühlingshaft warmen Wintern (20-30°C). Auch hier fällt meist nur im Sommer Regen, nur an den Berghängen der Yungas, der Übergangsregion zum Altiplano regnet es auch im Winter häufiger.
Im Gran Chaco herrscht ein Savannenklima mit relativ großen jahreszeitlichen und großen Tag- und Nacht-Temperaturunterschieden sowie im Durchschnitt einer geringen Luftfeuchtigkeit.
Nordbolivien liegt in der tropischen Amazonasebene. Regen fällt häufig das ganze Jahr über und es gibt kaum Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter, zu allen Jahreszeiten kann man mit 25°-35°C am Tag und einer hohen Luftfeuchtigkeit rechnen. Dafür wird es fast nie heißer.

 

  Flora & Fauna  

 

Die Tier- und Pflanzenwelt Boliviens unterscheidet sich natürlich von Region zu Region stark. So findet man in den kälteren und windigen Hochlandregionen hauptsächlich kurze Grase und Moose, die sich an die dortigen Klimabedingungen bestens angepasst haben.
Die am weitest verbreiteten Tiere des Hochlandes sind natürlich die als Lasttiere benutzten Alpacas und Lamas (das hauptsächlich im Altiplano beheimatet ist). Sie dienen nicht nur als Lasttiere, sondern auch als Lieferant für Milch, Fleisch und Wolle. Alpakas, Vicuñas und Guanakos leben ebenfalls in der Hochebene. Am imposantesten dürfte allerdings der nicht mehr so weit verbreitete Kondor sein, der schon zur Zeit der Inka als besonderes Tier galt. Er ist der größte flugfähige Landvogel und heute noch in den Anden und dem Hochland zu Hause. Aber auch Flamingos kann man noch einige sehen wenn man die Seen des Hochlandes besucht.
Weitaus üppiger ist hingegen die Vegetation des Tieflandes, welche sich in seiner Unterschiedlichkeit und Farbigkeit mit allen anderen Orten der Welt messen kann. So wachsen dort Gummibäume sowie über 2000 verschiedene Baumarten, darunter auch einige Edelhölzer wie Mahagoni. Unzählige Farne, Orchideen und Palmen bilden den Lebensraum für eine noch vielfältigere Tierwelt. Dazu zählen neben Papageien, Harpyien und Storchen natürlich viele verschiedene Affenarten, welche oft in ihrem Rudel laut schreiend durch den Wald toben. Ebenso sind Pumas, Jaguare, Gürteltiere und viele Reptilien-, Vogel- und Insektenarten in den tropischen Regenwäldern beheimatet. Außer den Kaimanen tummeln sich noch über 1500 verschiedene Süßwasserfische in den Flüssen des Tieflandes.
Einen wiederum extremen Gegensatz bildet hierzu der Süd-Osten des Landes an der argentinischen Grenze, welcher mit seinen dürren Steppen doch stark an den wilden Westen erinnert. Hier leben in den Savannen Nandus, giftige Schlangen und Termiten.

   

  Feiertage  

 

Landesweite Feiertage:
1. Januar: Neujahr (Año Nuevo)
beweglicher Feiertag : Karneval (Carnaval)
beweglicher Feiertag: Karfreitag (Viernes Santo)
1. Mai: Tag der Arbeit (Día del Trabajo)
beweglicher Feiertag: Fronleichnam (Corpus Christi)
6. August: Nationalfeiertag
2. November: Allerheiligen (Día de Todos los Santos)
25. Dezember: Weihnachten (Navidad)

Regionale Feiertage:
Oruro: 10. Februar
Tarija: 15. April
Chuquisaca: 25. Mai
La Paz: 16. Juli
Cochabamba: 14. September
Santa Cruz: 24. September
Pando: 1. Oktober
Potosí: 10. November
Beni: 18. November

 

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