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Ecuador hat ca. 14 Millionen Einwohner und gehört damit zu den mittelgroßen Staaten Südamerikas. Etwa 40 % der Bevölkerung ist unter 15 Jahre und nur 5 % über 65. Das Durchschnittsalter liegt bei 23. Die arbeitende Bevölkerung beträgt gut vier Millionen Menschen. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt 50 Einwohner pro km², damit hat Ecuador die höchste Bevölkerungsdichte Südamerikas.
Neben der Amtssprache Spanisch besitzt auch Kichwa (auch Quichua) mit etwa zwei Millionen Sprechern große Bedeutung, vor allem in der Sierra. Kichwa ist ein Dialekt des Quechua, den diese nach der Eroberung der Region im 15. Jahrhundert eingeführt haben. Daneben werden in der nördlichen Costa und im Oriente auch noch einige lokale indigene Sprachen und Dialekte gesprochen.
Die ethnische Zusammensetzung des Landes ist äußerst heterogen, eine Quantifizierung ist allerdings sehr schwierig. Generell lässt sich sagen, dass wie in den anderen Andenstaaten der Anteil der indigenen Bevölkerung sehr hoch ist. Die verwendeten Kategorien „indigene Bevölkerung“, „Mestizen“ und „europäisch-stämmige Bevölkerung“ sind dabei kaum statistisch abgrenzbar, da Selbsteinschätzung der Befragten bei statistischen Erhebungen zugrunde gelegt wird. Zwischen indigener Bevölkerung und Mestizen, also Nachkommen indigener und aus Europa stammender Menschen, sind die Grenzen fließend, da kulturelle Identifikation hier vielfach eine ebenso bedeutende Rolle spielt wie tatsächliche Abstammung. Dasselbe gilt für die Abgrenzung der Mestizen von der europäisch-stämmigen Bevölkerung auf der anderen Seite. Laut dem Zensus 2001 sind 6,8 % der Bevölkerung Indígenas (hauptsächlich Kichwa), 77,4 % Mestizen, 10,4 % europäischer Abstammung, 2,7 % Mulatten und 2,2 % Afroamerikaner. Nach Angaben der Indígena-Organisation CONAIE beträgt der Anteil der Indígenas bis zu 50 %. Andere schätzen den Anteil der indigenen Bevölkerung auf 40 %, den der Mestizen auf weitere 40 %, den der Menschen mit europäischer Abstammung auf 10 %–15 % und den der Afroamerikaner auf 5 %-10 %. |
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Ecuador liegt im Nordwesten von Südamerika und ist geographisch, topographisch, klimatisch und ethnisch eines der vielfältigsten Länder der Erde. Ecuador grenzt an Kolumbien, an Peru und an den Pazifischen Ozean. Die Landesfläche ist mit etwas größer als die von Großbritannien. Das vom Äquator durchquerte Land lässt sich in vier völlig unterschiedliche geographische Zonen aufteilen:
- der westliche Küstenbereich (Costa) besteht aus Schwemmland und einem niedrigen Küstengebirge und wird durch den Río Guayas dominiert
- die zentrale Andenregion (Sierra) umfasst zwei von starkem Vulkanismus geprägte Gebirgsketten und das Hochtal dazwischen
- das östliche Amazonas-Tiefland (Oriente) beginnt an den Osthängen der Anden und umfasst das dünn besiedelte Amazonasbecken
- die 1000 km vor der Küste gelegenen Galápagos-Inseln.
Die Costa (Küste) ist der westliche Teil Ecuadors. Auf gut einem Viertel der Landesfläche leben etwa die Hälfte der Ecuadorianer. Die Costa besteht aus fruchtbaren Schwemmebenen und welligen Hügellandschaften von etwa 500 km Länge und bis zu 200 km Breite. Durch die Costa verläuft das bis zu 800 m hohe Küstengebirge Cordillera Costanera, das in Guayas in den Gebirgszug Cordillera Chongón-Colonche übergeht.
Die andine Region des Landes heißt Sierra (Gebirge). Traditionell ist sie die bevölkerungsreichste Region, heute leben hier nur noch 38 % der Ecuadorianer. Die Sierra besteht aus den beiden Gebirgszügen Cordillera Occidental und Cordillera Central (auch: Cordillera Oriental und selten Cordillera Real) sowie dem dazwischen liegenden Hochtal (manchmal altiplano genannt). Das Hochtal befindet sich auf 1800 bis 3200 m Höhe und ist etwa 500 km lang sowie 20–30 km breit und beheimatet eine Reihe mittelhoher interandiner Berge. Aufgrund des regen Vulkanismus nannte Alexander von Humboldt das Tal „Straße der Vulkane“. Das Hochtal ist durch Bergriegel (nudos) in acht Talkessel (cuencas oder hoyas) unterteilt; andere Autoren zählen bis zu zwölf solcher Kessel. Im Guayllabamba-Becken liegt Quito, die am höchsten gelegene Hauptstadt der Welt (vor Sucre in Bolivien).
Im Osten des Landes, dem Oriente („Osten“) liegen die Regenwälder des Amazonasbeckens. Die Region ist fast 100.000 km² groß, aber nur äußerst dünn besiedelt. Der Oriente lässt sich unterteilen in die dicht bewaldeten Ausläufer der Anden mit den drei Vulkanen Sumaco, Pan de Azúcar und Reventador der Subkordillere Galeras-Napo sowie in die tiefer gelegene (unter 400 m) und flache Amazonasebene. Alle Flüsse des Oriente sind Zuflüsse des Amazonas. Das Klima der Region ist feucht-heißes tropisches Klima.
Die ca. 1000 km vom Festland entfernt im Pazifik gelegenen Galápagos-Inseln, die offiziell Archipiélago de Colón heißen, bilden die vierte geographische Zone Ecuadors. Ähnlich wie Hawaii sind die Inseln geologisch sehr jung (zwischen 700.000 und 3 Millionen Jahren) und ozeanisch-vulkanischen Ursprungs. Das heißt, sie hatten niemals in ihrer Geschichte Kontakt zum Festland. Die Gesamtfläche der auf 320 km verstreuten Inselgruppe beträgt mehr als 8000 km², von denen über die Hälfte auf die Hauptinsel Isabela entfällt. Im Nordteil der Inseln, genau auf dem Äquator, liegt mit dem Vulkan Wolf (1707 m) auch die höchste Erhebung der Galápagos-Inseln. |
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Das Klima Ecuadors ist sehr vielfältig. Geprägt wird das Klima zum einen durch starke regionale Temperaturunterschiede aufgrund unterschiedlicher Höhenlagen (0 bis über 6000 m). Zum anderen sind die Niederschlagsmengen äußerst unterschiedlich, bedingt durch Unterschiede in der Topographie sowie durch den Humboldtstrom. Aufgrund der Äquatornähe ist die Temperaturverteilung über das Jahr relativ gleichmäßig. Besonders in der Sierra (in den Bergen) gibt es ausgeprägte Tages-Nacht-Temperaturschwankungen. Die klimatischen Unterschiede sind selbst innerhalb kurzer Entfernungen deutlich spürbar.
Auf Galapagos gibt es zwei "Jahreszeiten" - die Regen- und Trockenzeit. In der Regenzeit (Dezember bis Mai - feucht-warm) regnet es nur sehr selten und wenig. Ein besserer Ausdruck wäre "Feuchtzeit". Die durchschnittliche Lufttemperatur liegt im Dezember bei 25°C und im Mai bei 26°C. Der März ist mit durchschnittlich 29°C der wärmste Monat. Die relative Luftfeuchte bewegt sich um 65%–80%. Die durchschnittliche Wassertemperatur an der Meeresoberfläche beträgt im Dezember 23°C und im Mai 24°C. Im März ist das Wasser am wärmsten mit durchschnittlich 25°C. In sogenannten El-Niño-Jahren können die Wassertemperaturen bis 30°C steigen und die Niederschlagsmenge nimmt zu. Die Niederschlagsmengen variieren von 35mm im Dezember bis zu 65mm im Mai. Der meiste Niederschlag fällt im März mit 85mm. Der Begriff Regenzeit trifft bei den Galapagosinseln jedoch nicht zu. Die mäßigen tropischen Schauer bringen nur wenig Regen. Das Meer ist wegen des abgeflauten Südostpassats für gewöhnlich ruhig.
Die Trockenzeit (Juni bis November - windig-trocken)ist eine relativ kühle Jahreszeit aufgrund der kalten Wasserströmungen entlang der Westküste Südamerikas (Humboldstrom) aus der Antarktis. Die durchschnittliche Lufttemperatur liegt im Juni bei 25°C und im November bei 24°C. Am kühlsten wird es im September mit durchschnittlich 23°C. Die relative Luftfeuchte bewegt sich um 35% – 60%. Die durchschnittliche Wassertemperatur an der Meeresoberfläche beträgt im Juni 23°C und im November 22°C. Am kühlsten wird das Wasser im September mit durchschnittlich 21°C. In ungewöhnlich trockenen La-Niña-Jahren können die Wassertemperaturen sogar bis auf 16° C sinken. Die Niederschlagsmengen reichen von 35 mm im Juni bis zu 13 mm im November und erreichen ihr Minimum im September mit 10 mm. Die Jahreszeit gilt als trocken, windig, öde. Während der Trockenzeit kommt es auch des öfteren zu dem Garúa Phänomen. Es handelt sich dabei um eine tiefliegende Wolkendecke (Nebel), die sich aufgrund der kalten Wassermassen vor allem Nachts bildet und sich im Laufe des Vormittags unter der Sonneneinstrahlung auflöst. |
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Ecuador ist aufgrund seiner gegensätzlichen Topographie eines der variationsreichsten Länder der Erde.
Ecuador kann mit nahezu 25.000 verschiedenen Pflanzen u. Bäumen aufwarten. Wobei fast 10.000 Arten u. Unterarten in Amazonien, weitere 10.000 in der Andenregion, und über 5.000 an der Küste beheimatet sind. Etwa 20 % der gesamten Flora ist endemisch, d. h. nur in Teilbereichen oder vereinzelten Vegetationsschichten dieser Hauptregionen anzutreffen. Um das facettenreiche Spektrum der ekuadorianischen Flora und Fauna besser verstehen zu können, gilt es zunächst den bereits erwähnten thermischen Stufen zu folgen. Nur so kann sich der Beobachter ein zusammenhängendes Bild von den komplizierten Wechselwirkungen zwischen Klima, Temperatur u. Feuchtigkeit, ihren dazugehörigen biologischen Lebensräumen, und ihrem mannigfaltigen Artenbestand zu verschaffen.
Das größte Säugetier Ecuadors ist der Bergtapir. Daneben gibt es unter anderem Gürteltiere, Wasserschweine, Pumas, Jaguare, Ozelots und Brillenbären. In Ecuador sind auch viele Affenarten zu finden und etwa 1600 Vogelarten, darunter über 100 Kolibriarten (Vergleich: in Europa gibt es etwa 800 Vogelarten). Zu den bekanntesten Vögeln zählen die Papageien und natürlich der Andenkondor, der größte Raubvogel der Erde. Daneben gibt es viele Reptilienarten - erwähnt seien hier Giftschlagen und Riesenschlangen wie Anakonda und Boa. Auch Krokodile sind in Ecuador zu finden. Unter den zahlreichen Fröschen ist vor allem der Pfeilgiftfrosch bekannt, von dem die Ureinwohner eine Flüssigkeit gewinnen, um ihre tödlich wirkenden Pfeile herzustellen. Von den vielen in Ecuador vorkommenden Fischarten ist der Piranha einer der bekanntesten. Wenn man an Regenwaldtouren teilnimmt, besteht gelegentlich die Möglichkeit, Piranhas zu angeln. Eine Schnorcheltour an der Küste oder besonders auf den Galápagos-Inseln wird oft zum unvergesslichen Erlebnis aufgrund des großen Artenreichtums. Nicht zuletzt kommen in Ecuador zahllose kleine und größere Insektenarten vor. Für den Touristen sehr beeindruckend sind die Schmetterlinge, die auch in verschiedenen Schmetterlingshäusern, beispielsweise in Mindo, zu besichtigen sind. In allen Teilen des Landes, vor allem in der Nähe von Nationalparks, können Touren zur Tier- und speziell auch Vogelbeobachtung gebucht werden. |
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1. Januar: Neujahr (Año Nuevo)
beweglicher Feiertag : Karneval (Carnaval)
beweglicher Feiertag: Gründonnerstag (Jueves Santo)
beweglicher Feiertag: Karfreitag (Viernes Santo)
1. Mai: Tag der Arbeit (Día del Trabajo)
24. Mai: Schlacht am Pichincha (Batalla de Pichincha)
25. Juli: Gründung Guayaquils (Fundación de Guayaquil)
10. August: „Erster Schrei nach Unabhängigkeit“ (El primer grito de la Independencia)
9. Oktober: Unabhängigkeit Guayaquils (Independencia de Guayaquil)
2. November: Allerseelen (Día de los Difuntos)
3. November: Unabhängigkeit von Cuenca (Independencia de Cuenca)
6. Dezember: Spanische (Neu)Gründung Quitos (Fundación Quito (Conquista))
25. Dezember: Weihnachten (Navidad)
31. Dezember: Silvester |
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